Kontakt

27. / 28. März 2020

im Charité Campus Virchow-Klinikum (Forum 3)

Sehr geehrte Damen und Herren,

leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass aufgrund der Mitteilung der Berliner Senatskanzlei - Wissenschaft und Forschung "Coronavirus: Maßnahmen für den Wissenschafts- und Lehrbetrieb" vom 11.03.20 (https://www.berlin.de/sen/wissenschaft/aktuelles/pressemitteilungen/2020/pressemitteilung.905804.php) bis auf weiteres alle Konferenzen, Tagungen und wissenschaftliche Veranstaltungen abgesagt werden müssen.
Wir werden im Rahmen der Veranstaltungsorganisation nun die Folgen besprechen und Sie kurzfristig über die weiteren Schritte wie z.B. die Erstattung von Teilnahmegebühren informieren. Bitte beachten Sie auch die dazu durch uns zur Verfügung gestellten Informationen auf www.wundtag-bb.de

Beste Grüße, Die Vorstände des Wundnetzes Berlin-Brandenburg e.V. sowie des deutschen Verband für Podologie (ZFD) Landesverband Berlin und Brandenburg e.V.

Erstattung der Teilnahmegebühren


zum Onlineformular

FAQ - Frequently Asked Questions


Bitte beachten Sie, dass diese Antworten dem aktuellen Stand entsprechen. Sie werden durch das Organisationsteam unverzüglich aktualisiert, sobald es neue Informationen gibt.

Warum wurde die Veranstaltung abgesagt?

Aufgrund der Mitteilung der Berliner Senatskanzlei - Wissenschaft und Forschung "Coronavirus: Maßnahmen für den Wissenschafts- und Lehrbetrieb" vom 11.03.20 (https://www.berlin.de/sen/wissenschaft/aktuelles/pressemitteilungen/2020/pressemitteilung.905804.php) erfolgte mit sofortiger Wirkung die Absage aller Konferenzen, Tagungen und wissenschaftlichen Veranstaltungen. Das galt auch für Veranstaltungen Dritter, sowie interne Fort- und Weiterbildungen. Daher war eine Absage des 7 Berlin-Brandenburger Wundtags leider unumgänglich.

Wie geht es jetzt weiter?

Der nächste Wundtag wird 2021 stattfinden. Nach derzeitigem Stand werden wir versuchen, die Veranstaltungsinhalte weitestgehend zu erhalten.

Was passiert mit bereits gezahlten Teilnahmegebühren?

Alle Anmeldungen werden für den Wundtag 2021 übernommen. Eine kostenfreie Anmeldestornierung inkl. der Erstattung der bereits gezahlten Gebühren ist natürlich möglich. Um eine Erstattung Ihrer Teilnahmegebühr anzufordern nutzen Sie bitte dieses Formular.

Die Erstattung kann auch unter Angabe von folgenden Daten:
per Email an: erstattung@wundtag-bb.de angefordert werden.

Aufgrund der zu erwartenden Anzahl haben Sie bitte Verständnis, dass die Bearbeitung Ihrer Erstattung bis zu 4 Wochen in Anspruch nehmen kann.

Besten Dank, Johannes Kraus
MEDIVITALIS Reha & Medizintechnik GmbH
Döbelner Stra├če 7
12627 Berlin

Tel: 030 - 99 28 81 60
Fax: 030 - 99 28 81 70
www.medivitalis.de

Was passiert mit noch nicht bezahlten Teilnahmegebühren?

Jedem steht es frei die bereits erhaltene Rechnung zu begleichen, und damit die erfolgte Anmeldung für den nächsten Wundtag zu bestätigen. Alle Anmeldungen/Teilnamerechnungen die bis zum 20.05.2020 nicht beglichen sind werden automatisch storniert. Es erfolgt keine Zahlungserinnerung, für eine Teilnahme am Wundtag 2021 ist dann eine erneute Anmeldung notwendig.

Was ist mit meinen Fortbildungspunkten?

Das Organisationsteam steht derzeit in Kontakt zu den entsprechenden Fachgremien um eine Lösung zu finden. Weitere Informationen liegen derzeit noch nicht dazu vor.
Der 7. Berlin Brandenburger Wundtag findet im architektonisch reizvollen Forum 3 des Charité Campus Virchow Klinikums im Berliner Stadtbezirk Wedding statt. Mit dem Leitthema "Wunde und Haut - ein Blick über den Wundrand" rücken in diesem Jahr die dermatologischen Aspekte in der modernen Wundtherapie näher in den Fokus. Durch fachlich hochkompetente Referenten können wir dabei ein umfangreiches Spektrum an Themen anbieten. Die Möglichkeiten des Forum 3 des Charité Campus Virchow Klinikums bietet die dabei benötigte angenehme Atmosphäre. In den Pausen können bei einem kleinen Snack Erfahrungen ausgetauscht und eine herstelleroffene Industrieausstellung besucht werden.

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Impressionen vom 6. Wundtag


Der Wundtag Berlin Brandenburg wurde zum zweiten Mal in Kooperation von Wundnetz Berlin Brandenburg e.V. und Deutscher Verband für Podologie (ZFD) LV Berlin Brandenburg e.V. organisiert. Der somit 6. Berlin Brandenburger Wundtag fand bei wieder einmal schönstem Frühlingswetter statt. Veranstaltungsort war wie in den letzten Jahren auch ein großes Berliner Klinikum. Im Campus Benjamin Franklin in Berlin-Steglitz fanden sich mit Hörsaal und Kursräumen sehr gute Bedingungen, um den erwarteten 267 Teilnehmern und 21 Ausstellern eine angenehme Atmosphäre zu bieten. Der Wundtag widmete sich in diesem Jahr dem Schwerpunktthema der Lympherkrankungen.

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Impressionen vom 6. Wundtag


Der Wundtag Berlin Brandenburg wurde zum zweiten Mal in Kooperation von Wundnetz Berlin Brandenburg e.V. und Deutscher Verband für Podologie (ZFD) LV Berlin Brandenburg e.V. organisiert. Der somit 6. Berlin Brandenburger Wundtag fand bei wieder einmal schönstem Frühlingswetter statt. Veranstaltungsort war wie in den letzten Jahren auch ein großes Berliner Klinikum. Im Campus Benjamin Franklin in Berlin-Steglitz fanden sich mit Hörsaal und Kursräumen sehr gute Bedingungen, um den erwarteten 267 Teilnehmern und 21 Ausstellern eine angenehme Atmosphäre zu bieten. Der Wundtag widmete sich in diesem Jahr dem Schwerpunktthema der Lympherkrankungen.

Schon vor Beginn des eigentlichen Wundtages begannen am Freitagmorgen die Vorbereitungen der Aussteller und am frühen Nachmittag die Jahreshauptversammlung des Podologie-Verbandes.
Den Startpunkt setzte 16:00 Uhr die Eröffnungsrede von Frau Amrei Hohenwald (1. Vorsitzende des Landesverbandes Podologie) und Dr. Frank Peter (1. Vorsitzender des Wundnetzes). In seiner Begrüßung dankte Dr. Peter der Charité für die Tagungsmöglichkeiten im Campus Benjamin Franklin und betonte noch einmal den interprofessionellen Ansatz des Wundtages und die bewusste Themenwahl der Lympherkrankungen als von Wundversorgern und Podologen gleichermaßen wahrgenommenes Problem. Frau Hohenwald brachte ihre Freude über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Wundnetz zum Ausdruck und wünschte allen Teilnehmern einen erfolgreichen Wundtag.

Als mit Spannung erwarteter Gast war Dr. Alexander Risse aus Dortmund der Hauptredner des ersten Tages. In seinem zweistündigen unterhaltsamen Vortrag diskutierte Dr. Risse das Spannungsfeld zwischen Ethik und Ökonomie in der Wundversorgung. Ausgehend von seinem fachlichen Schwerpunkt der Diabetologie und Philosophie klärte er zunächst die Begrifflichkeiten von Ethik, Moral, Sitte und Sittlichkeit, um dann den Anwesenden selbst die Frage nach der Akzeptanz der Eigenständigkeit der Betroffenen zu stellen und Alternativen zu Ratschlägen und Therapieanweisungen anzubieten. Dem Aspekt der Ökonomie näherte Dr. Risse sich über die Wertefragen von Evidenz, Tatsächlichkeit, Nutzen, gewünschtem Nutzen und Bezahlbarkeit. Schnell wurde dabei klar, dass sich unser Sozialsystem und insbesondere das Fallpauschalensystem der Krankenhausabrechnung zu einer Enthumanisierung des Gesundheitswesens geführt haben, die den Patienten zum Kunden und den Arzt zum Dienstleister degradiert. Der damit einhergehende Vertrauensverlust zeige sich zum Beispiel in der zunehmenden Aggression von Patienten und Angehörigen. Die Zuhörer bewiesen mit Zwischenapplaus und einer ausführlichen anschließenden Diskussionsphase ihre Begeisterung und Betroffenheit. In der offenen Diskussion auf der Industrieausstellung griffen im Anschluss viele Zuhörer in eigenen Gesprächen die Impulse des Vortrages auf.

Der zweite Tag begann für alle Teilnehmer am Samstag 9:30 Uhr mit dem Vortrag von Dr. Andre Glod (Ärztlicher Fachlehrer für Lymphologie, Klinik für konservative Orthopädie und orthopädische Schmerztherapie im Gesundheitszentrum Straichingen). Ausgehend von anatomischen und physiologischen Grundlagen erläuterte er die Stadieneinteilung des Lymphödems und die konservativen Therapiekonzepte bei Lymphödemen. Das Konzept der komplexen physikalischen Entstauung (KPE) fuße zwar auf der manuellen Lymphdrainage (MLP), aber ohne anschließende effektive Kompression mit fachlich korrekt angelegten lymphatischen Kompressionsverbänden und entstauenden Bewegungsübungen sei der Erfolg der MLP nicht zu wahren. Zudem benötigen Betroffene Beratung zu Fragen der Hygiene, der Hautpflege und des Selbstmanagements, um erfolgreich mit ihrer lebenslangen Krankheit leben und Langzeittherapieerfolge sichern zu können.

Bezugnehmend auf die Herausforderungen der Wundversorgung bei Lymphödempatienten stellte Dr. Glod das interdisziplinäre und interprofessionelle Therapiekonzept von KPE und Wundmanagement unter medikamentöser Begleitung vor.

In der anschließenden Pause stellte Frau Dr. Dietzel aus der Charité ihre geplante Studie zum Einfluss von Akkupunktur auf den Therapieerfolg bei DFS-Patienten vor und warb darum, interessierte Betroffene auf diese Studie aufmerksam zu machen.

Im zweiten Vortrag des Tages beschrieb Dr. Benedikt Merwart aus der Klinik für Plastische, Ästhetische, Rekonstruktive und Handchirurgie im Evangelischen Krankenhaus in Oldenburg die operativen Möglichkeiten zur Behandlung des Lymphödems. Dr. Merwart erläuterte zunächst das diagnostische Vorgehen mit Lymphszintigrafie, SPECT-CT und Lymphangio-CT, aber auch das wesentlich weniger aufwendigere Verfahren der fluoreszierenden Bildgebung. Sehr anschaulich stellte Dr. Merwart anschließend die mikrochirurgischen Methoden zur Anastomisierung und Transplantation von weniger als haarfeinen Lymphgefäßen dar. Sehr eindrücklich war auch die mögliche Selbstanastomisierung von transplantierten Lymphknoten und die anschließende effektive Entlymphung der distalen Körperregion.

Nach der Diskussion der ersten beiden Vorträge stellte Frau Steffi Jornitz (Schulleiterin der Podologieschule Grotstollen in Essen) die Perspektive der Podologie auf Wunderkrankungen dar. Podologie biete aufgrund des Zeitfensters der podologischen Behandlung die Möglichkeit ein Bindeglied zwischen Patient und Arzt zu sein. Das setze aber Fachkenntnis der Podologen und Gesprächsführung mit den Patienten voraus.

In der anschließenden Mittagspause erholten sich die Teilnehmer bei dem viel gelobten Angebot des Caterings und bei fast sommerlichen Temperaturen auf der Terrasse des Südfoyers.

Das Nachmittagsprogramm eröffneten zwei parallele Workshops zu den Themen Kompression von Frau Yvonne Hoffmann-Kaulbars (Essity Jobst) und podologische Behandlungsmethoden von Frau Steffi Jornitz.

Im letzten Fachvortrag stellte danach Herr Prof. Dr. Markus Küntscher (Chefarzt Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Evangelische Elisabeth Klinik Berlin) operative Behandlungsmöglichkeiten insbesondere bei onkologisch und traumatisch bedingten iatrogenen Lymphödemen vor. Mit seiner Abgrenzung zur operativen Behandlung von Lipödemen schlug er die Brücke zum letzten Vortrag des Tages.

In seinem Vortrag zur aktuellen gesundheitspolitischen Wahrnehmung von Wund- und Lympherkrankungen erläuterte Herr Maik Stendera (mamedicon) die relevanten Änderungen gesetzlicher Regelungen wie die Änderung der HKPRichtlinie zum Anlegen von Kompressionsstrümpfen schon ab Kompressionsklasse 1, den Vorschlag des GBA zur Liposuktion bei Lipödem Stadium 3 als Kassenleistung ab Januar 2020, die Änderung der Krankenbeförderungsrichtlinie, die schon länger geltende Regelung zum langfristigen Heilmittelbedarf ab Lymphödem Grad II und den aktuellen Stand der Diskussion um die Legaldefinition für Verbandmittel.

In seinen Schlussworten dankte Dr. Peter allen Referenten, Ausstellern und Teilnehmern für den produktiven interprofessionellen Austausch. Einen besonderen Dank richtete er an die aktiv an der Organisation beteiligten Mitgliedern des Wundnetzes, wie des Podologieverbandes sowie an die Mitarbeiter der mamedicon GmbH für die professionell geleistete Arbeit für die Vorbereitung und Durchführung des Wundtages. Er verwies darauf hin, dass ein Teil der Vorträge und Impressionen des Wundtages auf der Homepage www.wundnetz-berlin-brandenburg.de für die weitere fachliche und inhaltliche Diskussion zu erreichen sind. Dr. Peter verabschiedete die Teilnehmer mit Verweis auf den nächsten gemeinsamen und Wundtag am 28. März 2020 im Forum 3 des Charité Campus Virchow und mit den besten Wünschen für die gemeinsame Zusammenarbeit.

Vielen Dank an unsere Sponsoren!


Wir bedanken uns bei all unseren Sponsoren für die freundliche Unterstützung.

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